Kruger National Park

Die Fahrt führte uns dann am nächsten Morgen zunächst nach Phalaborwa und dort in den Sparmarkt. Noch einmal Einkaufen, hauptsächlich Wasser natürlich, ansonsten diverse Kleinigkeiten, die man im Park selber für teures Geld kaufen müsste. Anschließend machten wir uns auf ans Gate, nochmal nachrechnen ob sich die Wild Card lohnt, das tat sie nicht, es war ohne billiger. Schon bald waren wir bereit für den Krüger Park. Ein Stück Weg hatten wir noch vor uns, bis zum Mopani Camp. Das war aber egal, wir waren im Park, und die Suche nach den Tieren konnte endlich beginnen. Unser erster Eindruck, sollte sich die ganze Zeit über die wir im Park waren bestätigen, es war alles ausgesprochen Grün. So hatten wir den Krüger Park noch nicht gesehen. Auch sollten einige andere Dinge anders sein als wir dachten, dazu später aber mehr.

za_kruger_66

Der Weg zum Mopani Camp zog sich noch ein gutes Stück hin. Aber wir waren ja schon im Park, somit konnten wir schon Ausschau halten nach allem was sich so bewegt. Unser anfänglicher Eindruck bestätigte sich immer mehr. Der Krüger Park war regelrecht ergrünt. Es machte die Tiersichtungen nicht gerade einfacher, aber es war halt so. Wir hatten das auch schon anders gesehen, bleibt abzuwarten was die interessantere Variante sein würde. Natürlich hatten wir schon genügend Sichtungen auf dem Weg nach Mopani, obwohl wir recht stramm unterwegs waren, um noch bei Zeiten im Camp anzukommen.

Wir erreichten Mopani am Nachmittag und waren auch alle recht geschafft. Nach den doch kühleren Temperaturen der letzten Tage hatten wir nun wieder die „normale“ Temperatur erreicht. Nach den üblichen Formalitäten an der Rezeption bezogen wir unsere Zimmer, neu renoviert, recht angenehm. Lange hat es uns doch nicht in den Räumen gehalten. Nach und nach schlenderten wir  hinunter zum Aussichtsdeck, und genossen dort den Sonnenuntergang. Das Abendessen war einfach, gewählt wurde nach der Karte, die uns nun in allen Camps im Krüger Park vorgelegt wurde. Die üblichen Buffets, sei es am Morgen zum Frühstück, oder aber am Abend gab es nicht mehr. – aber Hunger leiden mussten wir trotz allem nicht. Geschafft von der Tagesetappe verschwanden wir bald in der Koje, schließlich waren wir im Krüger – d.h. aufstehen noch vor Sonnenaufgang.

So haben wir es auch dann gehalten. Noch im Dunklen machten wir uns auf, um die letzten Jäger der Nacht auf zu spüren. Kaum daß die Sonne am Horizont empor kletterte sahen wir eine einsame Löwin mitten auf der Straße laufen. Der Tag begann ganz nach unserem Geschmack. Die Löwin ließ sich von uns nicht im geringsten stören. Offensichtlich war sie auf der Suche nach ihrem Rudel. Unser “ Löwisch “ ist nicht das beste, aber dem Tonfall, eher jämmerlich, hatte es ganz den Anschein danach. Gute 15 Minuten rollten wir hinter, oder aber auch neben der Löwin her, immer wieder hielt sie inne, rufend schaute sie in die Ferne, um dann weiter zu gehen. Wir zogen dann von dannen, möge die Löwin gefunden haben was sie suchte. Wir indes steuerten das nächste Camp an um dort unser Frühstück einzunehmen

Den Rest des Tages verbrachten wir mit dem abfahren der Wasserlöcher, aber außer Antilopen jedweder Art und Zebras bekamen wir nichts vor die Linse. Auch die erhofften Vögel waren uns nicht vergönnt. Mit der Erkenntnis, daß der Krüger Park verdammt grün war in diesem Jahr kehrten wir früh am Nachmittag zurück nach Mopani. Auf dem Beobachtungsdeck ließen wir den Sonnenuntergang auf uns wirken. Nach dem Abendessen sind wir zeitig ins Bett verschwunden, morgen hatten wir einen langen Tag vor uns, eine gewaltige Strecke mussten wir bewältigen.

Der Tag brach für uns wie immer sehr früh am Morgen an, noch in der Dunkelheit. Die Strecke, die wir heute vor uns hatten, würde uns den ganzen Tag fordern. Wir mussten heute bis hinunter ins Camp Satara, eine weite Strecke, die wir aber auf uns nehmen mussten, da wir keine andere Übernachtungsmöglichkeit mehr bekommen hatten. Zum Frühstücken hatten wir das Camp Letaba eingeplant und dazwischen auch noch Olifantsbad. Also auf geht´s. Viele Tiere sahen wir die erste Zeit nicht, somit kamen wir zügig voran. Letaba erreichten wir in der geplanten Zeit und nahmen auch unser Frühstück ein. Da die Speisen, die selben waren wie in den anderen Camps war das auch keine große Überraschung. Nach dem Frühstück warfen wir noch einen Blick in das kleine, aber sehr informative Elefantenmuseum das im Letaba Camp eingerichtet war. Schon ging die Fahrt weiter, noch hatten wir ein Stück Weg vor uns.

In Olifantsbad machten wir nochmals Rast, auch um den grandiosen Ausblick über den Olifantsriver zu genießen. Beim Blick in die weite Ebene wurde uns ein weiteres mal das Grün des Parkes bewusst.

za_kruger_67

Doch auch hier erledigten wir nur das, was halt so erledigt werden muss. Noch immer hatten wir genug Weg vor uns, wir konnten also keine Zeit verschwenden. Die Tiersichtungen nahmen wieder etwas zu, somit wurde das Reisetempo wieder etwas gemütlicher. Doch endlich, am späten Nachmittag erreichten wir Satara. Das Camp ist auch etwas in die Jahre gekommen, auch wenn wohl ständig renoviert wird, bedarf es wohl noch einige Zeit bis es im neuen Glanz erstrahlen wird. Das die immerhin vorhandenen  ATM nicht funktionieren, hatten wir schon Jahre vorher festgestellt. Auch dieses mal wurden wir dahingehend nicht enttäuscht. – kein Geld zu bekommen. Ein hauch von Wildnis machte sich breit. Trotz der langen Fahrt machten wir noch einen Abstecher zu der berühmten  S100, der „Löwenstrasse“. Nur diesmal hielt sie leider nicht was man ihr nachsagte. Nix war zu sehen, zumindest keine Löwen. Nashörner, Elefanten im Überfluss, aber wie gesagt keine Löwen. Und ja, Nashörner sahen wir jede Menge, und das von da an fast täglich. Nun endlich müde genug vom fahren den ganzen Tag, machten wir uns auf den Weg zurück ins Camp. Wir fuhren die Teerstraße in zügigem Tempo in Richtung Camp zurück, als ich am Straßenrand im Gras ein Zebrakadaver erkannte. Zwischen erkennen und realisieren vergingen ein paar Meter, und ich musst wieder Rückwärts fahren. Zuerst sahen wir auch nur wieder den Kadaver und dann auch den Leoparden, der genauso erschrocken war wie wir. Kurz überlegte er und verschwand dann nach hinten ins hohe Gras und war für uns unsichtbar. Noch eine ganze Weile warteten wir, ein Stück entfernt von dem Kadaver, vielleicht würde er ja noch einmal auftauchen. Wie wir auch späten und überlegten wohin er verschwunden war, er blieb verschwunden. Es wurde dann auch Zeit uns in die Schlange von Autos einzureihen, die ins Camp zurück fuhren, bald war Torschluss.

Recht matt verschwanden wir nach dem Abendessen auf den Matratzen. Es war ein langer Tag im Auto. Am nächsten Tag war das Gebiet um Satara unser Ziel.

Um Satara herum war viel Wasser, somit änderte sich auch etwas die Tierwelt. Zu den üblichen Verdächtigen gesellten sich noch einige Wasser gebundene Tier hinzu – mal eine Abwechslung für uns. Auch einige sogenannte Hides, also versteckte Beobachtung Hütten, an denen das Aussteigen erlaubt war gibt es hier, die wir natürlich anfuhren. Es tat gut immer wieder einmal aus dem Auto steigen zu können. Über Mittag kehrten wir wieder ins Camp zurück. Später nach der großen Mittagshitze machten wir uns nochmal auf die „Löwenstraße “ ab zufahren, leider wieder ergebnislos. Elefanten, Nashörner, Antilopen und Zebras, also jede Menge potenzielles Futter, aber keine Löwen.

Die Zeit in und um Satara neigte sich dem Ende zu. Eine letzte Nacht im Camp, bevor wir zu unserer letzten Nacht im Krüger überhaupt aufbrachen. Noch eine Übernachtung in Lower Sabie, dann war unsere Zeit im Krüger auch wieder vorbei. Bis dahin hatten wir aber noch etwas Zeit um nicht daran denken zu müssen. Die Fahrt nach Lower Sabie führte uns durch eine abwechslungsreiche Landschaft, die Tierwelt wurde allerdings immer weniger abwechselnd. Das soll nun keinen negativ Eindruck erwecken, aber wir trafen in der Masse nun auf  Elefanten  wohin wir auch sahen, fast das es langweilig wurde.

Wir tummelten uns eigentlich während des gesamten Aufenthaltes in Lower Sabie in Unmengen von Elefanten. Ob diese riesige Population von Elefanten auf die Dauer gut für den Krüger Park sein wird , wird sicherlich die Zeit zeigen. Was uns noch ins Auge stach war die große Anzahl von Nashörnern auf die wir trafen. Der Tag verging, gemütlich machten wir unsere Runden im Park,- so langsam wurde uns bewusst, daß es unser Letzter sein würde. Ganz langsam mussten wir uns mit dem Gedanken der Heimreise befassen. Aber egal, bis dahin war es noch ein wenig hin. Das Abendessen nahmen wir wieder im Camp ein, auch hier gab es nur die uns schon bekannte Karte, somit viel die Auswahl nicht schwer. Es sei mal festzuhalten, daß wir meist die gleichen Speisen gegessen hatten, sie aber jedes mal anders aussahen. Das ergab am Ende auch so eine Art „Abwechselung“.  Sebastian verzichtete auf das Abendessen, – Brechdurchfall war nicht gerade animierend um Nahrung auf zu nehmen. Er kämpfte damit die ganze Nacht, ein wenig Fieber gesellte sich auch noch dazu, es hat ihn so zu sagen umgehauen. Also ließen wir ihn schlafen, vielleicht ging es ja morgen schon wieder. Da wir den nächsten Tag durch den Park bis ans Malelane Tor und von dort auf direktem Weg nach Pretoria, was immer noch ein gutes Stück war, fahren würden, sollte er genug Zeit haben um zu schlafen.

Am nächsten Morgen hatte sich zwar die Übelkeit etwas gelegt, das Fieber war aber noch da.Wir machten uns auf, erst einmal nach Skukuza. Da wir alle etwas Klamm im Geldbeutel waren. Lower Sabie hatte nämlich auch keinen  ATM, somit konnten wir uns auch dort kein Bargeld besorgen. Deshalb Skukuza,um zu frühstücken, und einen Doktor sollte es dort haben. Sebastian verschlief die ganze Fahrt bis Skukuza und auch das Frühstück. Als wir schon wieder an die Weiterfahrt dachten, tauchte er doch auf und hat etwas gegessen – Gott sei Dank er war wieder auf dem Weg der Besserung. Bis zum Malelane Tor hatten wir noch gutes Stück vor uns, aber immerhin sahen wir wieder die Elefanten und Nashörner, aber auch einen Löwen , der mitten auf der Straße lag. Zuerst hatte ich den Eindruck das er entweder alt und schwach war, oder etwas mit seinen Beinen nicht stimmte da er schwer atmend und regungslos herumlag. Doch mit einmal stand er auf und trollte sich davon. Wahrscheinlich  hatte er nur ausgiebig gefressen und war deshalb recht geschafft.

 

  zurück                                                            weiter